Femulen Antibabypille

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Wirkungsweise von Femulen

Femulen wirkt zweifach: Es verhindert einerseits das Anwachsen der Gebärmutter-Schleimhaut, sodass eine eventuell vorhandene, schon befruchtete Eizelle sich nicht mehr dort einnisten kann und sofort abgestoßen wird und sorgt andererseits dafür, dass der Schleim am Gebärmutterhals so dickflüssig wird, dass er wie eine natürliche Barriere gegenüber eindringenden Samenzellen wirkt. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Spermien die Gebärmutter hinaufwandern. Da Femulen kein künstliches Östrogen enthält, findet der weibliche Eisprung ganz normal statt.

Wie wird Femulen angewendet?

Die Einnahme von Femulen beginnt am ersten Tag der Monatsblutung und erfolgt einmal täglich, möglichst um dieselbe Uhrzeit (bis höchstens drei Stunden später). Eine Packung Femulen besteht aus 28 Tabletten. Sind diese aufgebraucht, beginnt man ohne Pause mit der nächsten Packung. Femulen bietet, wenn mit der Einnahme am ersten Tag der Periode begonnen wurde, optimalen Schutz vor ungewollter Schwangerschaft. Falls die Einnahme von Femulen einmal vergessen wurde, sollte man unverzüglich die nächste Tablette einnehmen und während der darauf folgenden sieben Tage zusätzlich noch mit Kondom verhüten, bis der volle Schutz aufgebaut wurde. Dasselbe gilt auch dann, wenn die Patientin mit der Pillen-Einnahme nicht am ersten Tag ihrer Menstruation begonnen hat.

Welche Nebenwirkungen hat Femulen?

Femulen wird im allgemeinen besser vertragen als viele andere Antibabypillen, die aus einer Kombination von künstlichen weiblichen und männlichen Hormonen bestehen. Falls es dennoch zu Nebenwirkungen kommt, sind diese meist auf die erste Zeit der Einnahme von Femulen beschränkt und verschwinden schon nach einigen Tagen wieder.
Nebenwirkungen, die bei der Einnahme von Femulen beobachtet wurden, sind: Übelkeit, Schwindel, Juckreiz, Kopfschmerzen bis zu migräneartigen Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Nachlassen der Libido und reduzierter Appetit. In sehr seltenen Fällen kann es auch zum Auftreten von Thrombose und Gelbsucht kommen. Ist dies allerdings der Fall, sollte die betroffene Patientin unbedingt schnellstens ihren behandelnden Arzt kontaktieren.

In welchen Fällen Femulen nicht genommen werden sollte

Femulen sollte grundsätzlich nicht genommen werden, wenn die Patientin an Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs, Vaginalkrebs oder Leberkrebs erkrankt ist. Außerdem sollte sie Femulen nicht einnehmen, wenn sie Probleme mit der Gallenblase, ungewöhnliche Vaginalblutungen, hohe Cholesterinwerte hat, unter Amenorrhoe leidet oder auf den in Femulen enthaltenen Wirkstoff allergisch reagiert. Patientinnen, die Migräne, Asthma, Diabetes, Hypertonie, Gallensteine und Multiple Sklerose haben, sollten dieses Medikament besser nicht verwenden bzw. die Einnahme von Femulen vorher mit ihrem behandelnden Arzt abklären.

Wechselwirkungen und Warnhinweise

Patientinnen, die zusätzlich zu Femulen Medikamente gegen Epilepsie, Arthritis und Tuberkulose einnehmen oder aber Antibiotika verschrieben bekommen haben, müssen damit rechnen, dass diese Medikamente die Wirkung von Femulen herabsetzen können, sodass unter Umständen ein ausreichender Schutz gegen ungewollte Schwangerschaft nicht mehr gewährleistet ist.

Allgemeine Imformation:

Um wirkungsvoll vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt zu sein, nehmen viele Frauen heute die Antibabypille. Diese ist als Kombinationspräparat, Mini- und Mikropille erhältlich. Femulen gehört zu den Minipillen und enthält nur einen Wirkstoff, das künstliche Hormon Ethynodiol, das dem im weiblichen Körper hergestellten Hormon Gestagen ähnelt. Minipillen werden meist Frauen verschrieben, die das in der Kombinationspille enthaltene künstliche Östrogen nicht vertragen. Aufgrund seiner geringen Nebenwirkungen, die – wenn überhaupt – meist nur in der Anfangsphase der Tabletten-Einnahme auftreten, eignet sich Femulen auch für Raucherinnen, Frauen in der Stillphase und Frauen über 35 Jahre, die noch hormonell verhüten wollen. Außerdem kann Femulen unbedenklich auch dann verschrieben werden, wenn die Patientinnen in der Vergangenheit Herzkrankheiten oder Probleme mit der Blutgerinnung hatten.

Da Femulen keine tierischen Inhaltsstoffe wie beispielsweise Laktose enthält, eignet es sich insbesondere auch für Veganerinnen und Patientinnen mit Laktose-Unverträglichkeit. Obwohl es nur ein Hormon enthält, bietet es Frauen, die damit verhüten, eine 99-prozentige Sicherheit. Femulen wird meist Frauen über 18 Jahren verschrieben, die noch nicht schwanger sind.